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Forum Bodenmanagement 4. Forum Bodenmanagement ermöglicht Diskussion über Kompensationsflächenpools und über die neue Grundsteuer


Heinrich Rotthaus eröffnet die Veranstaltung im Congress Center Erfurt
Heinrich Rotthaus (Abteilungsleiter Liegenschaftskataster, Bodenordnung und Wertermittlung, TLBG) eröffnet die Veranstaltung im Congress Center Erfurt
Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij hält ein Grußwort
Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij hält ein Grußwort
Knut Rommel (Abteilungsleiter Flurbereinigung und Flurneuordnung, TLBG) hält ein Grußwort
Knut Rommel (Abteilungsleiter Flurbereinigung und Flurneuordnung, TLBG) hält ein Grußwort
Uwe Kettnaker (Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz) über die rechtliche Einordnung von Kompensationsflächenpools
Uwe Kettnaker (Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz) über die rechtliche Einordnung von Kompensationsflächenpools
Dr. Thomas Rudloff (Geschäftsführer VLF Thüringen) hält einen Vortrag über Best-Practice-Beispiele des Verbandes für Landentwicklung und Flurneuordnung
Dr. Thomas Rudloff (Geschäftsführer VLF Thüringen) hält einen Vortrag über Best-Practice-Beispiele des Verbandes für Landentwicklung und Flurneuordnung
Dr. Thomas Rötscher vom Thüringer Finanzministerium bei seinem Vortrag

Auf dem Forum Bodenmanagement diskutierten Fachleute u. a. mit den vortragenden Referenten über die Flurbereinigung und deren Möglichkeiten, Kompensationsflächenpools zu etablieren.

„Die Gesellschaft war und ist in vielerlei Hinsicht von flächenbeanspruchenden Investitionsvorhaben abhängig. Notwendige Siedlungs- und Gewerbeentwicklung, Infrastruktur- und Energieversorgungsprojekte sind jedoch immer mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden. Extreme Dürreperioden auf der einen und katastrophale Starkregenereignisse auf der anderen Seite zeigen derweil, dass der Klimawandel auch bei uns in Thüringen angekommen ist. Es ist an der Zeit, der Natur etwas zurückzugeben“, so Ministerin Susanna Karawanskij.

„Unvermeidbare Beeinträchtigungen müssen selbstverständlich an anderer Stelle ausgeglichen werden. ‚An anderer Stelle‘ müssen wir aber neu denken und definieren. Müssen etwa weitere landwirtschaftliche Nutzflächen in Anspruch genommen werden? Oder ist es denkbar, den Ausgleich gebündelt an den Stellen zu schaffen, an denen er aus naturschutzfachlicher Sicht mehr Sinn macht?“, fügte die Ministerin hinzu.

„Der Kompensationsflächen- und Umsetzungspool Sonneberg zeigt hierfür einen neuen Weg auf“, führte Heinrich Rotthaus in Erfurt aus. „Mit Hilfe der Bodenordnung nach dem Flurbereinigungsgesetz – besser bekannt als Flurbereinigung – werden die Kompensationsmaßnahmen dort gebündelt realisiert, wo sie gebraucht werden und maximal Natur und Landschaft zu Gute kommen. Zum beiderseitigen Vorteil von Naturschutz und Landwirtschaft“, so Heinrich Rotthaus.

Ein weiteres hochaktuelles Thema im Bereich der Land- und Forstwirtschaft ist die neue Grundsteuer. Bis Ende 2023 müssen alle Grundstückseigentümer die für die Neufestsetzung der Grundsteuer erforderlichen Daten an die Finanzverwaltung melden. Die Thüringer Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation stellt hierfür auf Basis des bewährten „Thüringen Viewer“ den „Grundsteuer Viewer Thüringen“ zur Verfügung.

Das Forum bietet zu beiden Themenbereichen einen breit angelegten Informations- und Diskussionsraum für alle interessierten Fachkolleginnen und -kollegen.

 

Hintergrund

Die Unterstützung von Kompensationsflächenpools durch Flurbereinigung geht in Thüringen auf das Jahr 2002 zurück. Damals entstand der Kompensationsflächen- und Umsetzungspool für das sog. Sonneberger Unterland. Im Jahr 2012 wurde dieser auf den gesamten Landkreis Sonneberg ausgeweitet. Er wird seither von allen Kommunen des Landkreises unterstützt. Entstandene Ausgleichsverpflichtungen für flächenbeanspruchende Bauvorhaben – von der Bundesstraße bis zum privaten Hausbau – werden im Landkreis Sonneberg vorzugsweise gebündelt über den Flächenpool umgesetzt.

Die neue Grundsteuer betrifft viele Besitzer von land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen in Thüringen erstmals, da anders als bisher nicht mehr die Pächter dieser Grundstücke, sondern zukünftig die Eigentümer die Grundsteuer zahlen müssen.

 

Fotos: © TLBG | C. Bartz

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