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Raumbezug Die Bundesrepublik Deutschland wird neu vermessen!


Der Freistaat Thüringen beteiligt sich mit einem Messtrupp des TLBG von insgesamt 35 beteiligten Messtrupps an der Überprüfung und Erneuerung des Geodätischen Grundnetzes (GGN).

Messbus des TLBG

Das GGN ist ein wesentlicher Bestandteil des amtlichen dreidimensional definierten Raumbezugs. Hierbei werden in einem Zeitraum beginnend vom 7. Juni bis zum 15. Juli 2021 rund 250 Punkte des GGN mittels satellitengestützter Positionierung sowohl in ihrer koordinatenbasierter Lage als auch in der Höhe mit zweimal 24 Stunden Messdauer neu bestimmt. Über einen Vergleich der erhaltenen Daten und Ergebnisse mit denjenigen aus dem Jahre 2008 lassen sich mögliche eingetretene Veränderungen als Oberflächenbewegungen erkennen und in den grundlegenden Daten des amtlichen Raumbezugs berücksichtigen. Die Positionsbestimmungsgenauigkeiten liegen dabei im Bereich von wenigen Millimetern, was eine hohe Herausforderung darstellt. Moderne, zeitgemäße und leistungsfähige Vermessungsgeräte, die satellitengestützt die benötigten Daten liefern und dabei die bekannten GNSSysteme (NavStar GPS, Glonass, Galileo) nutzen, kommen hier zum Einsatz. Die Ergebnisse werden jedoch nicht nur in der amtlichen Vermessung Eingang finden, sondern diese werden auch für interdisziplinäre Anwendungen nutzbringend sein. Hierzu zählen Anwendungen und Entwicklungen zum Klimaschutz, dem autonomen Fahren, Untersuchungen zur Geodynamik aber auch in der Detektion von Oberflächenbewegungen, welche natürlich aber auch durch Menschenhand verursacht wurden (Bergbau, Straßen- und Wasserbau).

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