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Berufsausbildung GeomatikerIn

Der neu geschaffene Beruf Geomatiker/in nimmt nicht nur die wichtigen Inhalte aus dem nicht mehr angebotenen Beruf Kartograph/in auf, sondern neben der Vermessungstechnik auch wesentliche Elemente aus der Photogrammetrie und Fernerkundung.

Geomatik

Der Schwerpunkt der Geomatik liegt in der Vermittlung der gesamten Prozesskette von der Erfassung über die Weiterverarbeitung (Interpretation, Integration, Analyse, Speicherung) bis zur Visualisierung und dem Marketing von Geodaten.

Berufsprofil

Berufsprofilgebende Qualifikationen des neuen Ausbildungsberufes Geomatiker/in sind:

  • Erfassen und Beschaffen von Geodaten
  • Verarbeiten, Verwalten und Veranschaulichen von Geodaten
  • Modellieren von Geodaten und Aufbereiten in unterschiedliche Formate für verschiedene Medien
  • Nutzen der Informations- und Kommunikationssysteme der Geomatik
  • kundenorientiertes Durchführen von Aufträgen unter Verwendung von Geodaten
  • Mitwirken in der Kundenberatung und Anwenden von Marketingstrategien
  • Anwenden von Methoden der visuellen Kommunikation und grafischen Gestaltung von Karten und Beherrschen der Vermittlung und Darstellung komplexer räumlicher Sachverhalte
  • Umsetzen von Geodaten in Karten, Präsentationsgrafiken und multimediale Produkte
  • Beachten der berufsbezogenen Rechts- und Verwaltungsvorschriften
  • Anwenden von Informations- und Kommunikationstechniken
  • Anwenden naturwissenschaftlicher und mathematischer Grundlagen der Geoinformationstechnologie
  • teamorientiertes und qualitätssicherndes Arbeiten

Einsatzbereiche

Einsatzbereiche für Geomatiker/innen als Fachleute für Geoinformation und bei der Gestaltung der Prozesse des Geodatenmanagements ergeben sich im öffentlichen Dienst oder in privatwirtschaftlichen Firmen der Geoinformationsbranche, beispielweise

  • in Dienststellen des Vermessungs-, Kataster- und Geoinformationswesens des Landes und der Kommunen
  • in Betrieben und Verlagen der Kartographie
  • in Betrieben der Fernerkundung
  • in Betrieben und Dienststellen mit Anwendung von Geoinformationssystemen.

Wer hilft Ihnen bei Fragen?

Herr Frank Teichmann
Telefon: 0361 57 4176-716
E-Mail: frank.teichmann@tlbg.thueringen.de

Informationsflyer zur GeomatikerIn-Ausbildung

Sie möchten Auszubildende/r werden?

Wer sich ausbilden lassen möchte, muss sich bei einem Ausbildungsbetrieb bewerben. Interessenten am Beruf Vermessungstechniker/in und Geomatiker/in können sich aber auch bei anderen Vermessungsstellen bewerben:

  • bei einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur,
  • in einem Vermessungs- oder Ingenieurbüro.

Außerdem gibt es Behörden und Unternehmen (z. B. Baubetriebe), die keine Vermessungseinrichtung sind, aber über eine Vermessungsabteilung verfügen und zur Ausbildung in der Lage sind.

Sie möchten ausbilden?

Neben der persönlichen und fachlichen Eignung der Auszubildenden muss auch die Eignung der Ausbildungsstätte vorliegen. Wer einen Auszubildenden einstellen möchte und bisher noch nicht ausgebildet hat, wendet sich bitte zur Eignungsfeststellung an das TLBG als zuständige Stelle nach § 73 BBiG; wir beraten Sie darüber. Wurde die Eignung bereits festgestellt und Sie beabsichtigen, neue Ausbildungsverhältnisse aufzunehmen, wenden Sie sich bitte ebenfalls an die zuständige Stelle.

Ablauf und Organisation der Ausbildung

Wer zur Berufsausbildung einstellt, hat mit dem/der Auszubildenden einen Berufsausbildungsvertrag zu schließen und diesen schriftlich niederzulegen. Das darf erst nach festgestellter Eignung erfolgen. Unverzüglich nach Abschluss des Berufsausbildungsvertrages ist durch den Ausbildenden die Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse zu beantragen und die Anmeldung in der Berufsschule vorzunehmen.

Die Ausbildung beginnt in der Regel in der Mitte des Monats August und dauert entsprechend der Ausbildungsordnung drei Jahre. Sie findet in der Regel beim Ausbildenden statt. Da aber keine Ausbildungsstätte alle Inhalte gemäß Ausbildungsrahmenplan vermitteln kann, sind Maßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte notwendig.

Zuständige Stelle

Das Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (TLBG) ist gemäß § 73 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931) in Verbindung mit § 4 Abs. 1 Pkt. 6 der Thüringer Verordnung über Zuständigkeiten auf dem Gebiet der Berufsausbildung vom 28. März 2006 (GVBl. 2006, S. 230) in der jeweils geltenden Fassung die zuständige Stelle für die Ausbildungsberufe Geomatiker/in und Vermessungstechniker/in, soweit die Ausbildung im öffentlichen Dienst stattfindet, insbesondere Ausbildungsstellen

  • in kommunalen Behörden (z. B. Stadt- und Kreisverwaltungen)
  • in Landesbehörden
  • bei Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren (ÖbVI).

Für die Ausbildung in der gewerblichen Wirtschaft ist im Freistaat Thüringen zuständig:

  • Industrie- und Handelskammer Erfurt (EF, WE, EA, EIC, GTH, KYF, NDH, SÖM, UH, WAK, AP)
  • Industrie- und Handelskammer Ostthüringen (G, J, ABG, GRZ, SHK, SOK, SLF)
  • Industrie- und Handelskammer Südthüringen (HBN, IK, SM, SON SHL).

Aufgaben der zuständigen Stelle

Das TLBG erfüllt im Freistaat Thüringen für den öffentlichen Dienst die Aufgaben, für die in der gewerblichen Wirtschaft die Industrie- und Handelskammern zuständig sind. Dazu gehören u. a.:

  • die Eignungsfeststellung nach § 27 BBiG (persönliche und fachliche Eignung sowie die Eignung der Ausbildungsstätte nach §§ 28 bis 30 BBiG),
  • die Überwachung der Durchführung der Berufsausbildung und die Beratung der Ausbildenden und der Auszubildenden (§ 76 BBiG),
  • die Führung des Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse (§ 34 BBiG),
  • die Durchführung der durch die Ausbildungsordnungen vorgeschriebenen Zwischenprüfung (§ 48 BBiG) und Abschlussprüfung (§ 37 BBiG),
  • die Durchführung von Prüfungen zur beruflichen Fortbildung (§ 56 BBiG) und zur beruflichen Umschulung (§ 62 BBiG).

Die zuständige Stelle hat einen Berufsbildungsausschuss errichtet (§ 77 BBiG),

  • der in allen wichtigen Angelegenheiten der beruflichen Bildung zu unterrichten und zu hören ist sowie die von der zuständigen Stelle zu erlassenden Rechtsvorschriften für die Durchführung der Berufsbildung beschließt,
  • zur Abnahme der Prüfungen in jedem Ausbildungsberuf einen Prüfungsausschuss errichtet (§ 39 BBiG) und Prüfungsordnungen für Abschlussprüfungen (§ 47 BBiG) sowie für Zwischenprüfungen erlassen,
  • für die Eignungsfeststellung sowie zur Ausbildungsberatung und -überwachung zwei Ausbildungsberater bestellt.

Dokumente der Zuständigen Stelle nach § 73 BBiG zum Download

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